Gern gelesen: Meine Jahre mit Pat

Ende der 1950er Jahre lernten sie sich in New York kennen: Die damals bereits als Schriftstellerin bekannte Patricia Highsmith und die Autorin des Buches, Marijane Meaker, die unter verschiedenen Pseudonymen Jugendbücher, Thriller, sowie lesbische Liebesgeschichten schrieb.
Meakers autobiografische Erinnerung an ihre Zeit mit Patricia Highsmith beschreibt eine nicht immer ganz einfache und vor allen Dingen nicht einfach zu lebende Liebesgeschichte. Highsmith war durchaus schwierig und kapriziös, sie trank schon als junge Frau sehr viel und hielt einfach nichts von Konventionen. Und sie stand nicht wirklich dazu, lesbisch zu sein. „The price of Salt“ hatte sie unter dem Pseudonym Claire Morgan veröffentlicht und, während ihrer Zeit mit Meaker, mal abfällig „ein dummes, kleines Buch“ genannt.

Ob Meaker sich nach so vielen Jahren wirklich noch an viele weitere, teils unwichtige Details erinnern kann? Das fragte ich mich beim Lesen durchaus. Was mir an dem Buch gefallen hat ist das „Feeling“, das man für das New Yorker Leben, insbesondere das der Intelektuellen, der damaligen Zeit bekommen kann. Sowie für die schillernde und tiefgründige Persönlichkeit von Highsmith vor der Zeit, als sie endgültig verschroben wurde.
Unnötig zu sagen, dass ich ein großer Fan von ihr bin, Highsmith ist für mich nach wie vor eine der besten Thrillerautorinnen überhaupt.

 

Marijane Meaker: Meine Jahre mit Pat. Diogenes Verlag

Marijane Meaker: Meine Jahre mit Pat. Diogenes Verlag

 

 

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