Gern gelesen: Meine Jahre mit Pat

Ende der 1950er Jahre lernten sie sich in New York kennen: Die damals bereits als Schriftstellerin bekannte Patricia Highsmith und die Autorin des Buches, Marijane Meaker, die unter verschiedenen Pseudonymen Jugendbücher, Thriller, sowie lesbische Liebesgeschichten schrieb.
Meakers autobiografische Erinnerung an ihre Zeit mit Patricia Highsmith beschreibt eine nicht immer ganz einfache und vor allen Dingen nicht einfach zu lebende Liebesgeschichte. Highsmith war durchaus schwierig und kapriziös, sie trank schon als junge Frau sehr viel und hielt einfach nichts von Konventionen. Und sie stand nicht wirklich dazu, lesbisch zu sein. „The price of Salt“ hatte sie unter dem Pseudonym Claire Morgan veröffentlicht und, während ihrer Zeit mit Meaker, mal abfällig „ein dummes, kleines Buch“ genannt.

Ob Meaker sich nach so vielen Jahren wirklich noch an viele weitere, teils unwichtige Details erinnern kann? Das fragte ich mich beim Lesen durchaus. Was mir an dem Buch gefallen hat ist das „Feeling“, das man für das New Yorker Leben, insbesondere das der Intelektuellen, der damaligen Zeit bekommen kann. Sowie für die schillernde und tiefgründige Persönlichkeit von Highsmith vor der Zeit, als sie endgültig verschroben wurde.
Unnötig zu sagen, dass ich ein großer Fan von ihr bin, Highsmith ist für mich nach wie vor eine der besten Thrillerautorinnen überhaupt.

 

Marijane Meaker: Meine Jahre mit Pat. Diogenes Verlag

Marijane Meaker: Meine Jahre mit Pat. Diogenes Verlag

 

 

Die schönsten Coming-Out Geschichten

Was ist für jede Lesbe oder Bi-Frau irgendwann DAS Thema? Richtig, das CO. Wann sag ich es wem wo und wie. Und wie reagiere ich auf was-auch-immer. Das kann ja von heller Freude (wow – du auch?) bis zu freundlicher Anteilnahme (wie interessant. Wie ist das denn so, lesbisch zu sein?) bis zu krasser Ablehnung (das ist ja schrecklich!) führen.

Ich könnte da Geschichten erzählen … na ja, habe ich ja schon getan. Zumindest für meine Heldin Tina aus der „Lesbisch für Anfängerinnen“-Trilogie. Sie durchlebt, humorvoll unterlegt, genau das.
Darum freue ich mich ganz besonders, dass die ersten beiden Teile („Willkommen in der WG“ und „Cappuccino-Küsse“) mit dabei sind bei  „Die sieben schönsten Coming-Out-Geschichten“ in dem liebevoll und lebensfroh gestalteten Blog „Rainbowfeelings“.
Reinlesen, lohnt sich 🙂

 

 

„Leben …

… ist das, was passiert, während du dabei bist, Pläne zu schmieden“. Sagte? John Lennon, glaube ich.
Er hatte recht, wenn ich so auf die letzten Monate, eigentlich das ganze nun fast vergangene Jahr blicke, stelle ich fest, wie wahr dieser Spruch ist! Immer wieder.
Ja – ich habe Pläne gemacht. Und nein – ich konnte sie nicht alle umsetzen. Dafür gab es reichlich Schönes, Schwieriges, Unerwartetes. Leben, eben. Manuskripte sind ein wenig eingestaubt, aber das pustet sich jetzt wieder weg, um damit fortzufahren. Wie sagt man in meiner neuen temporären Wahlheimat so schön – mejor tarde que nunca. Lieber spät(er) als nie.

Schneelandschaft

 

Nicht zu spät ist es, allen meinen Leserinnen und Lesern – oh ja, die gibt es auch 😉 – zu danken. Für fröhliche, kritische, lebendige, aufbauende, konstruktive Rückmeldungen, Fragen und Anregungen. Eben alles, was mein Autorinnenleben so aufregend macht, wenn ich mal nicht schreibe.

Euch allen und allen anderen auch wünsche ich eine schön entspannte weihnachtliche Zeit. Seid freundlich zueinander und sinnlich in jeder Bedeutung, die ihr darin sehen mögt 🙂

Eure Celia