Die Damenwahl jetzt auch als ebook!

Wer lieber was auf den Reader kriegen will – die „Damenwahl“ gibt es

jetzt auch als ebook.

 

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Violette Leduc – Thérèse et Isabelle (1955)

Von Violette Leduc kenne ich bisher nur ein Buch, „Die Bastardin“. Diese Buchbesprechung von Frank Duwald macht neugierig auf ein anderes Werk. Allerdings werden nur diejenigen, die gut genug Französisch sprechen, die Geschichte einer Liebesgeschichte zweier Frauen, vielmehr einer lesbischen amour fou, lesen können, auf Deutsch gibt es sie wohl nicht. Mich erinnert die Grundkonstruktion, auch die Erzählweise, an „Blau ist eine warme Farbe“.

dandelion | abseitige Literatur

Therese und Isabelle

Dass auch Bücher ihre Schicksale haben, ist bekannt. Um Thérèse et Isabelle richtig einschätzen zu können, muss man die Hintergrundgeschichte kennen: Violette Leduc lieferte 1954 einen neuen Roman bei ihrem französischen Verleger ab, dem das Manuskript jedoch zu heiß war. Aufgrund deutlicher sexueller Beschreibungen wurde der Text radikal insbesondere um den einleitenden ersten Teil des Romans gekürzt. Das geschändete Restmanuskript erschien 1955 unter dem Titel Ravages und fand keine nennenswerte Beachtung.
Erst 1966 traute sich der Verleger, den herausgekürzten ersten Teil des Romans als eigenständiges Buch unter dem Titel Thérèse et Isabelle zu veröffentlichen. Dies erklärt, warum die Novelle als eigenständiger Text etwas in der Luft zu hängen scheint.
Die Handlung ist schnell beschrieben. Die beiden Schulmädchen eines Gymnasiumpensionats entdecken in einem ekstatischen Ausbruch ihre Gefühle und ihre sexuelle Anziehung zueinander. Therese erzählt in der ersten Person, wie die offensive Isabelle sie in einen Taumel aus Lust und Befriedigung zieht…

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Perfidia – Version von Laura Fygi

Der Song, den die Mädels in der „Damenwahl“ eines Abends in Käthes Zimmer hören ist das, was man einen Evergreen nennt. Wer die Szene aus „Casablanca“ kennt, in der Ingrid Bergman und Humphrey Bogart in einem Lokal in Paris tanzen, kennt zumindest die Instrumentalversion dieses lateinamerikanischen Stücks.

Eine Version, die mir besonders gut gefällt, wird von Laura Fygi  auf ihrem Album „The Latin Touch“ interpretiert, daher habe ich sie im Buch erwähnt. Auch wenn ich den Clip dazu etwas seltsam finde – besonders das Wiehern des Pferdes :-)) – , kann man dieses melancholische Stück mit geschlossenen Augen sehr genießen!

The Latin Touch - Laura Fygi

The Latin Touch – Laura Fygi

 

Nachtrag: Brauchen Autorinnen Verlage?

Zum meinen Blog-Thema „Brauchen Autorinnen Verlage“ habe ich kürzlich noch einen sehr interessanten Beitrag mit dem Titel „Verlag um jeden Preis“ bei  der Autorin Silke Winter gefunden. Sie beleuchtet in ihrem Beitrag einen Aspekt, den ich ebenfalls für bedenkenswert halte – es geht um den Verkaufspreis eines Buches. Im konkreten Fall darum, dass ein zu hoher Ladenpreis einen Verkauf eher unwahrscheinlich macht.

Und inzwischen scheint auch eine seit Jahren mit mehreren Büchern sehr erfolgreiche Autorin, Julia Arden, den Weg zur Selfpublisherin eingeschlagen zu haben. Ihre neuesten Veröffentlichungen erscheinen im Selbsverlag und werden über den ASBuchShop vertrieben. Im Angebot dort: eine ganze Reihe von lesbischen Romanen unterschiedlichster Autorinnen.