Yoga and me

Yoga ist in aller Munde, scheinbar Volkssport geworden, überall verdrehen sich die Leute entzückt in alle Richungen. Der Trend hat mich lange nicht erreicht, eigentlich bin ich nicht so der Typ, der sich so ohne Weiteres wie eine Laugenbrezel verbiegen lässt.

Ich hielt es mehr mit Tai Chi, das ist so wunderbar unangestrengt anstrengend. Bis ich vor längerer Zeit einmal die ganz wunderbare Schauspielerin Katja Flint bei der Ausführung des „Baums“ sah. Super! Ja, das ist unverbogenes Yoga, sah ziemlich gut dabei nicht allzu schwierig aus. Und vor allen Dingen total entspannt,  wie die ganze Frau eben. Das wollte ich auch.

Also übte ich den Baum. Auf einem Bein stehend, den Fuß des anderen an den Oberschenkel gedrückt, die Hände aneinandergelegt, womöglich sogar über den Kopf gestreckt.  Anfangs nicht so erfolgreich, hüpfte ich eher herum wie eine Amsel mit Gleichgewichtsstörungen auf der Jagd nach einem schnell flüchtenden Regenwurm. Danach wurde es besser, jetzt schwankte ich nur noch wie ein Rohr im Wind. Ziemlich anstrengend. Bis, eines Tages – hurra – der Baum einer war, der diese Bezeichnung verdient. Sicher und fest auf der Erde verankert. Dabei tief ein und ausatmend. Entspannend und gar nicht so leicht, wie es beim ersten Ansehen aussah.

Jetzt kommt die zweite Übung, heißt der Krieger, vielleicht geht auch die Kriegerin und das ist auch schön anzusehen und mal abwarten, was dabei noch so herauskommt. Vielleicht wird es doch noch eine richtig heiße Liebesgeschichte zwischen mir und dem Yoga.